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Praxis · 7. November 2026 · 4 Minuten Lesezeit

Website-Check B2B: 15 Punkte, die Anfragen kosten

Website-Check für B2B in 15 Punkten: Kontaktwege, Ladezeit, Mobil, Referenzen, Impressum, Formular, Suche. Mit kostenlosen Prüfwegen für jeden Punkt.

Prüfliste mit fünfzehn Punkten in drei Gruppen: Kontakt, Technik und Auffindbarkeit. Die Kontaktgruppe ist hervorgehoben
Grafik: Whovisit · Grafik groß ansehen

Bei vielen B2B-Websites fehlen keine großen Dinge. Es sind Kleinigkeiten, die Interessenten abspringen lassen: eine Telefonnummer, die sich nicht antippen lässt, eine Seite, die auf dem Handy drei Sekunden zu lange lädt, ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern. Diese Liste führt Sie durch 15 Punkte. Jeden können Sie ohne Kosten und ohne Agentur selbst prüfen. Nehmen Sie sich dafür eine Stunde und gehen Sie die Website einmal so durch, wie es ein fremder Einkäufer täte.

Kontakt und Vertrauen

  1. Kontaktweg ohne Suchen. Kann ein Besucher auf jeder Seite in einem Klick Kontakt aufnehmen? Prüfen: Öffnen Sie drei beliebige Unterseiten und suchen Sie den Kontakt, ohne zu scrollen.
  2. Telefon und E-Mail antippbar. Auf dem Handy sollte die Nummer direkt einen Anruf starten (Link mit tel:), die Adresse ein Mailprogramm öffnen (mailto:). Prüfen: Tippen Sie auf Ihrem Smartphone darauf.
  3. Klare Aussage in fünf Sekunden. Wer sind Sie, was bieten Sie an, für wen? Prüfen: Zeigen Sie die Startseite einer unbeteiligten Person fünf Sekunden lang und fragen Sie danach, was die Firma macht.
  4. Preise oder Preisrahmen. Viele Einkäufer wollen vorab wissen, ob sie im Budget liegen. Zumindest ein „ab“-Preis, ein typischer Rahmen oder die Angabe, wovon der Preis abhängt, hilft. Prüfen: Suchen Sie auf Ihrer Seite nach einer Angabe zu Kosten.
  5. Referenzen. Namen, Branchen oder kurze Projektbeschreibungen wirken stärker als Logos allein. Prüfen: Ist auf der Startseite oder der Leistungsseite mindestens ein konkretes Beispiel zu finden?
  6. Gesichter und Namen. Im B2B kaufen Menschen von Menschen. Prüfen: Gibt es eine Seite mit Ansprechpersonen samt Rolle?
  7. Impressum und Datenschutz. Beide müssen von jeder Seite erreichbar sein. In Deutschland regelt die Anbieterkennzeichnung § 5 DDG, in Österreich und der Schweiz gelten eigene Vorschriften. Prüfen: Stehen die Links im Fuß jeder Seite, sind die Angaben vollständig und aktuell?

Technik und Bedienung

  1. Ladezeit. Geben Sie Ihre Adresse auf PageSpeed Insights ein. Das Werkzeug zeigt Messwerte echter Besucher (soweit verfügbar) und Laborwerte. Google nennt als gute Werte unter anderem einen größten sichtbaren Inhalt in höchstens 2,5 Sekunden und eine Layoutverschiebung von höchstens 0,1 (web.dev: Core Web Vitals). Prüfen Sie die Seiten, auf denen Anfragen entstehen sollen.
  2. Mobile Ansicht. Ein großer Teil der B2B-Besuche kommt vom Handy, auch wenn später am Rechner entschieden wird. Prüfen: Öffnen Sie die Seite auf einem echten Telefon. Ist der Text lesbar, sind Buttons groß genug, verdeckt kein Banner den Inhalt?
  3. Formular. Wie viele Pflichtfelder gibt es, kommt eine Bestätigung, funktioniert es auf dem Handy? Prüfen: Senden Sie selbst eine Testanfrage und messen Sie, wie lange die Antwort dauert. Mehr dazu in Kontaktformular im B2B: Felder, Datenschutz, Spam.
  4. Danke-Seite. Nach dem Absenden sollte eine eigene Seite oder eine klare Meldung erscheinen. Das hilft Besuchern und macht die Anfrage später in der Statistik zählbar. Prüfen: Landen Sie nach dem Absenden auf einer eigenen Adresse?
  5. Defekte Links und Seiten. Prüfen: Klicken Sie die Hauptmenüpunkte und die wichtigsten Buttons durch. Eine Fehlerseite im Menü kostet Vertrauen.

Auffindbarkeit und Messung

  1. Wird die Seite gefunden? Richten Sie die Google Search Console ein. Dort sehen Sie, welche Seiten im Index sind, bei welchen Suchanfragen Sie erscheinen und welche Seiten Google nicht aufnimmt. Ein schneller Anfangstest ist die Suche nach site:ihre-domain.de.
  2. Seitentitel und Beschreibung. Jede wichtige Seite braucht einen eigenen Titel, der sagt, worum es geht. Prüfen: Suchen Sie nach Ihrer Firma und einer Leistung. Wirken Ihre Treffer verständlich oder abgeschnitten?
  3. Strukturierte Daten. Mit Markup für Organisation oder Kontaktdaten helfen Sie Suchmaschinen, Angaben zu verstehen (Google: Einführung in strukturierte Daten). Garantierte Effekte gibt es nicht, der Aufwand ist aber gering. Prüfen: Der Rich-Results-Test zeigt, ob Markup erkannt wird.

So gehen Sie mit dem Ergebnis um

Sortieren Sie nach Aufwand und Wirkung. Der Kontaktweg, die antippbare Nummer und ein schlankes Formular sind meist in einem Nachmittag erledigt. Ladezeit und Mobilansicht brauchen oft Hilfe vom Entwickler. Ändern Sie nicht alles auf einmal, damit Sie sehen, was gewirkt hat.

Vergleichen Sie danach die Zahl der Anfragen pro Woche vor und nach den Änderungen. Wie Sie darüber hinaus erkennen, welche Seiten Interessenten lesen, zeigt Website-Besucher analysieren im B2B: welche Zahlen wirklich zählen. Eine Einordnung, wo die Website insgesamt Anfragen gewinnt, finden Sie in B2B-Leadgenerierung über die Website: 9 Wege.

Häufige Fragen

Gibt es einen kostenlosen Website-Check, der alles auf einmal prüft? Es gibt viele Online-Werkzeuge. Sie messen meist Technik und Suchmaschinen-Grundlagen. Ob Ihre Aussagen verständlich sind und Referenzen überzeugen, sieht nur ein Mensch. Kombinieren Sie deshalb Werkzeuge mit dem Fünf-Sekunden-Test.

Wie oft sollte ich die Website prüfen? Zweimal im Jahr reicht meist, außerdem nach jedem größeren Umbau. Ladezeit und Search Console lohnen einen Blick im Quartal.

Was bringt die Prüfung bei wenig Besuchern? Bei wenig Verkehr zählt jeder Besuch. Ein Hindernis im Kontaktweg kostet dann einen größeren Anteil der Anfragen als bei einer stark besuchten Seite.

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