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Vergleich · 7. November 2026 · 4 Minuten Lesezeit

Alternative zu SalesViewer, Leadfeeder und Co.: so gelingt der Wechsel

Sie suchen eine Alternative zu SalesViewer oder Leadfeeder? Sechs Fragen vor dem Wechsel und sieben Schritte, mit denen keine Daten verloren gehen.

Zwei Balken für das alte und das neue Werkzeug überlappen zwei Wochen lang, dann endet der alte Balken
Grafik: Whovisit · Grafik groß ansehen

Wer nach einer Alternative zu SalesViewer, Leadfeeder oder einem anderen Werkzeug zur Besuchererkennung sucht, hat meist einen konkreten Anlass: Der Vertrag verlängert sich bald, die Preise sind gestiegen, der Datenschutz soll strenger werden oder das Team nutzt nur einen kleinen Teil der Funktionen. Dieser Artikel hilft Ihnen, die Entscheidung sauber zu treffen und den Umstieg ohne Lücke in den Daten zu planen. Er bewertet keine Anbieter. Welche es gibt, steht in Anbieter für Besuchererkennung: Leadfeeder, SalesViewer und Co..

Sechs Fragen vor dem Wechsel

Bevor Sie Angebote einholen, lohnt ein ehrlicher Blick auf die eigene Nutzung. Beantworten Sie diese Fragen am besten mit dem Vertrieb gemeinsam.

  1. Wer schaut tatsächlich in die Liste? Wenn nur eine Person einmal pro Woche hineinschaut, brauchen Sie keine zehn Nutzerplätze.
  2. Wie viele Firmen erkennen Sie im Monat? Viele Tarife rechnen nach erkannten Firmen. Die Zahl aus den letzten drei Monaten ist die beste Grundlage für den neuen Tarif.
  3. Welche Funktionen sind unverzichtbar? Typisch sind Export als CSV, Anbindung an das CRM, Benachrichtigung bei bestimmten Firmen, Filter nach Branche.
  4. Welche Funktionen nutzt niemand? Kontaktdatenbanken, Werbung an Firmen, Chat. Wenn das brachliegt, zahlen Sie dafür mit.
  5. Wie streng soll der Datenschutz sein? Wollen Sie das Skript nur nach Einwilligung laden? Soll die IP-Adresse nicht gespeichert werden? Die Grundlagen stehen in Besuchererkennung und DSGVO: eine nüchterne Einordnung.
  6. Wann endet der Vertrag? Kündigungsfrist und Laufzeit bestimmen den Zeitplan. Planen Sie mindestens vier Wochen vor dem Ende mit dem Test.

Der Wechsel in sieben Schritten

1. Daten sichern

Exportieren Sie vor der Kündigung alles, was Sie behalten wollen: Firmenlisten, Notizen, Zielgruppen, Filter. Nach Vertragsende sind diese Daten meist weg. Prüfen Sie, ob Sie die Daten überhaupt behalten dürfen. Für personenbezogene Kontaktdaten gelten Löschfristen.

2. Neues Werkzeug parallel einbauen

Bauen Sie das neue Skript zusätzlich ein, nicht anstelle des alten. Am einfachsten geht das im Tag Manager mit einem zweiten Tag, der an dieselbe Einwilligung gebunden ist. Ein Beispiel für den Ablauf zeigt die Hilfe unter Einbau mit der Vorlage für den Google Tag Manager.

3. Zwei Wochen vergleichen

Lassen Sie beide Werkzeuge mindestens zwei Wochen laufen, damit Werktage und ein Wochenende dabei sind. Legen Sie die Listen dann nebeneinander und prüfen Sie Stichproben von Hand. Wichtig ist nicht nur die Zahl, sondern ob die Treffer stimmen. Hintergründe stehen in Erkennungsquote: warum die Zahlen so stark schwanken.

4. Abläufe im Vertrieb übertragen

Wer bekommt welche Benachrichtigung? Welche Zielgruppen gibt es? Welche Felder gehen ins CRM? Richten Sie das im neuen Werkzeug ein, bevor das alte abgeschaltet wird.

5. Datenschutzerklärung und Banner anpassen

Neuer Dienst, neuer Absatz. Nennen Sie Anbieter, Zweck, Rechtsgrundlage und Speicherdauer. Im Cookie-Banner gehört der Dienst in die richtige Kategorie, meist „Statistik“. Schließen Sie vorher den Auftragsverarbeitungsvertrag ab.

6. Altes Skript entfernen

Entfernen Sie den alten Tag aus dem Tag Manager oder den Code aus der Website. Prüfen Sie im Browser in den Entwicklertools unter „Netzwerk“, dass keine Anfragen an den alten Dienst mehr gehen. Löschen Sie den alten Dienst danach auch aus Banner und Datenschutzerklärung.

7. Kündigung und Löschung bestätigen lassen

Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass der alte Anbieter Ihre Daten nach Vertragsende löscht. Das gehört zu jedem Auftragsverarbeitungsvertrag.

Worauf Sie bei Angeboten achten sollten

Abrechnung nach Firmen oder nach Besuchen. Eine Firma, die zehnmal im Monat kommt, sollte nicht zehnmal zählen. Fragen Sie, wie gezählt wird und was passiert, wenn die Grenze erreicht ist.

Laufzeit. Monatlich kündbare Tarife kosten oft etwas mehr, ersparen aber einen weiteren Wechsel unter Zeitdruck.

Test mit eigenen Daten. Ein Anbieter, der Sie zwei Wochen mit Ihrer Website testen lässt, gibt Ihnen die Möglichkeit, genau den Vergleich aus Schritt 3 zu machen. Whovisit bietet dafür 14 Tage für eine Website an.

Die vollständige Prüfliste mit zwölf Kriterien finden Sie in Besuchererkennung vergleichen: 12 Kriterien für die Auswahl.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Wechsel meine bisherigen Firmen? Im neuen Werkzeug beginnt die Liste leer. Exportieren Sie die alte Liste deshalb vorher als CSV.

Darf ich zwei Werkzeuge gleichzeitig einsetzen? Technisch ja. Rechtlich müssen beide in Datenschutzerklärung und Banner stehen und erst nach Einwilligung laden. Halten Sie den Parallelbetrieb kurz.

Wie lange dauert der Umstieg? Mit Tag Manager ist der Einbau in einer Stunde erledigt. Der Vergleich braucht zwei Wochen, die Anpassung der Abläufe im Vertrieb meist noch eine weitere.

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