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Vergleich · 7. November 2026 · 4 Minuten Lesezeit

Anbieter für Besuchererkennung: Leadfeeder, SalesViewer und Co.

Welche Anbieter Firmen auf Websites erkennen, woher sie kommen und worin sie sich unterscheiden. Ein sachlicher Marktüberblick mit Quellen statt Ranking.

Sechs Kästen mit den Sitzen von Anbietern: Karlsruhe, Stuttgart, Bochum, Rotterdam, Stockholm und Innsbruck
Grafik: Whovisit · Grafik groß ansehen

Wer eine Software sucht, die Firmen hinter Website-Besuchen zeigt, findet schnell ein halbes Dutzend bekannte Namen. Viele Vergleichsseiten im Netz sind Ranglisten von Anbietern, die selbst auf Platz eins stehen. Das wollen wir nicht. Auch wir sind Anbieter. Deshalb finden Sie hier nur Angaben, die sich mit einem Klick nachprüfen lassen. Eine Wertung, wer „der Beste“ ist, gibt es nicht.

Die bekannten Anbieter

AnbieterUnternehmen und SitzWas auffälltQuelle
Leadfeeder (bis 2026 Dealfront)Dealfront Group GmbH, KarlsruheEntstanden aus Leadfeeder und Echobot, seit 2026 wieder unter dem Namen LeadfeederLeadfeeder
LeadLabWiredMinds GmbH, StuttgartGehört laut Impressum zur Dealfront-GruppeWiredMinds Impressum
SalesViewerSalesViewer GmbH, BochumDeutscher Anbieter, gibt an, Daten ohne Bezug zur IP-Adresse zu speichernSalesViewer Impressum
LeadinfoLeadinfo, Capelle aan den IJssel (Region Rotterdam), NiederlandeEigenes Büro in DüsseldorfLeadinfo Blog
AlbacrossAlbacross, Stockholm, SchwedenVerbindet Erkennung mit Werbung an ausgewählte FirmenAgenturtest Publicare
WhovisitARAVILO, Innsbruck, ÖsterreichDas sind wir: nur Firmenebene, Abfrage im Netzregister, IP wird nicht gespeichertDatenschutz-Prinzip

Daneben gibt es Werkzeuge, die vor allem auf den US-Markt zielen und teils einzelne Personen statt Firmen zuordnen wollen. Für Websites mit Besuchern aus der EU ist das rechtlich ein anderes Thema. Eine Einordnung finden Sie in Besuchererkennung und DSGVO: eine nüchterne Einordnung.

Worin sich die Werkzeuge wirklich unterscheiden

Die Startseiten klingen ähnlich. Die Unterschiede liegen in fünf Punkten, die Sie bei jedem Anbieter selbst erfragen sollten.

1. Woher die Zuordnung kommt. Manche Anbieter fragen das öffentliche Netzregister ab: Wem ist das Netz zugeteilt, aus dem der Besuch kam? Andere nutzen zusätzlich gekaufte Datenbanken, die IP-Adressen Firmen zuordnen, auch hinter Anschlüssen von Internetanbietern. Das erhöht die Zahl erkannter Firmen. Es erhöht aber auch das Risiko falscher Treffer, weil wechselnde Adressen veralten. Mehr zur Technik steht in Wie funktioniert Firmenerkennung? Technik in 6 Schritten.

2. Was im Browser passiert. Setzt das Skript Cookies oder schreibt es in den Speicher des Browsers? Davon hängt ab, ob Sie in Deutschland nach § 25 TDDDG und in Österreich nach § 165 TKG eine Einwilligung brauchen. In der Praxis brauchen Sie sie fast immer, sobald ein Skript Daten vom Gerät liest.

3. Was gespeichert wird. Die IP-Adresse, ein Kürzel davon oder nur das Ergebnis der Zuordnung? Lassen Sie sich das schriftlich beschreiben, nicht nur mit dem Wort „anonymisiert“.

4. Wo die Daten liegen. Serverstandort, Unterauftragnehmer und Auftragsverarbeitungsvertrag gehören auf den Tisch, bevor das Skript auf Ihre Website kommt.

5. Was Sie mit den Daten tun können. Export, Schnittstellen zum CRM, Benachrichtigungen per E-Mail, Zielgruppen. Ein erkannter Besuch ist nur so viel wert wie der nächste Schritt danach.

Die vollständige Prüfliste mit Warnzeichen finden Sie in Besuchererkennung vergleichen: 12 Kriterien für die Auswahl.

Wie Sie Zahlen fair vergleichen

Jeder Anbieter nennt eine Erkennungsquote. Diese Zahlen lassen sich kaum vergleichen, weil jeder anders zählt. Ein fairer Vergleich gelingt nur mit Ihrer eigenen Website:

  1. Zwei Werkzeuge zwei Wochen lang parallel laufen lassen, beide erst nach Einwilligung geladen.
  2. Die Listen der erkannten Firmen nebeneinanderlegen.
  3. Zehn Firmen aus jeder Liste von Hand prüfen: Gibt es die Firma? Passt sie zu den gelesenen Seiten?
  4. Zählen, wie viele der plausiblen Firmen jedes Werkzeug gefunden hat.

Mehr Treffer sind nur dann besser, wenn sie stimmen. Warum Quoten so stark schwanken, erklärt Erkennungsquote: warum die Zahlen so stark schwanken.

Häufige Fragen

Welcher Anbieter ist der beste? Das hängt davon ab, ob Ihnen viele Treffer, wenig Datenverarbeitung, ein bestimmter Preis oder eine Anbindung an Ihr CRM wichtiger ist. Ein Test mit der eigenen Website beantwortet die Frage besser als jede Rangliste.

Gehören Dealfront und Leadfeeder zusammen? Ja. Dealfront war von 2023 bis 2026 der Name der Plattform, die heute wieder Leadfeeder heißt. Die Hintergründe stehen in Dealfront heißt wieder Leadfeeder: was sich 2026 geändert hat.

Gibt es kostenlose Werkzeuge? Einige Anbieter haben kostenlose Tarife mit wenigen Tagen Verlauf oder wenigen Firmen. Für einen Eindruck reicht das. Für einen fairen Vergleich brauchen Sie den vollen Funktionsumfang über mindestens zwei Wochen.

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